Abfahrt: 29. Mai 2008 ab Villingen
Frankreich- Spanien
Unsere Bahnreise nach Irun (Spanien) hat super geklappt. Mit dem TGV ging es von Strasburg nach Bordeaux und dann weiter bis Irun.
Hier haben wir nach ein bisschen suchen einen Campingplatz gefunden.
Das Wetter war nicht so schoen, deshalb fuhren wir am naechsten Tag gleich mit dem Zug weiter Richtung Westen bis Venta de Banos.
Hier haben wir einen wunderschoenen Platz zum Wildcampen gefunden und das auch gleich getan. Das Wetter wurde noch schlechter und es sah nach Regen aus.
Portugal
Also: Gleich mit dem Zug weiter Richtung Portugal gefahren. Wir kamen also am Abend des 31.05. in Salvaterra do Mino an. Und fuhren noch nen kleines Stueck mit dem Fahrrad ueber die Grenze nach Portugal. Hier haben wir nen wunderschoenen Schlafplatz in den Weinbergen gefunden...
...am naechsten Morgen ein toller Sonnenaufgang und... das Wetter war super! Wir haben uns im naechsten Ort eine Pastelaria gesucht und lecker gefruestueckt. Dann fuhren wir mit dem Radl bis nach Valenca auf einer alten Bahntrasse - wunderschoene Landschaft. Weiter ueber Berge und Taeler bis Carvas. (Camping/Schlafen).
Der naechste Tag: Ueber die Serra d'Arga, harter Anstieg, ca. 500 Hoehenmeter am Stueck mit, bei mir zumindest, 33 Kilo Gepaeck und einem Gesamtgewicht (Fahrrad+Gepaeck+Dominik) von 120 Kilo. Dafuer aber fantastische Ausblicke. Trotz der insgesamt ca. 1100 Hoehenmetern lohneneswert. Die Abfahrt war dann auch anstrengen- fuer die Handmuskulatur. Meine Bremsen haben die Masse fast nicht gehalten. Mit mehreren Pausen ging das aber doch noch gut. Am Abend nach dieser Strecke ueber Ponte de Lima und einen schoenen Ecovia kamen wir dann am Meer an- am Atlantik in Portugal.
Hier haben wir einen tollen Camping gefunden auf dem nur wir und nen paar Tiere - 4 Pfauen (oder wie die Mehrzahl auch immer heisst), 5 Pferde (aus denen ueber Nacht sechs wurden - sueses Fohlen geboren), 6 Graugaense, 4 Schwaene und natuerlich nen paar Katzen - uebernachtet haben.
Der naechste Tag (= 03.06.). Von Viana do Castelo Richtung Sueden nach Ofir, am Meer gechillt und Camping gesucht+gefunden. Tooles Wetter, viel Wind, noch mehr Sonne, Sonnenbrand - sogar auf der Lippe (fett geschwollen)... Das kommt davon, wenn man sich keine Sonnencreme auf die Lippen schmiert. Dabei schmeckt das doch sooo gut mjamjam!
04.06.: Weiter in Ofir gechillt...Stadt, Strand, Essen, nette Polen haben uns zum Fruehstueck Wein gebrach und selbast 10 Liter zu 5. zum Fruehstueck (quasi als Milchersatz) getrunken, um nicht zu sagen ges.ff..n!
05.06.: Bis nach Porto gefahren, tolles Wetter, grauenhafte Stadteinfahrt- zumindest mit dem Fahrrad. 80 anstrengde Kilometer und ein guenstiger Campingplatz, dafuer nicht so schoen.
06.06.: Heute sind wir in Porto - echt schoene Altstadt, Steffi hat grad lecker Mittag gegessen und die Online Zeit ist fuer mich gleich vorbei. Jetzt versuch ich noch nen paar Bilder reinzuhauen...
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Juni 2008
Vom Camping in Canidelo bei Porto geht es weiter Richtung Sueden. Wir fahren durch herrlich duftende Pininenwaelder an die Kueste nach Furatudo. Die kleinen Strassen sind so vekehrsarm, dass uns auf dieser Strecke hoechstens 20 Autos begegnet sind.
In Furatudo angekommen waren wir erstmal etwas geschockt vom Camping. Dieser entpuppte sich als richtiger Touri-Platz, an dem halb Portugal auf Dauercamping mit 24h Animation eingestellt ist.
Abends waren wir so muede und sind schon bald eingeschlafen, als nach kurzer Zeit die Camping-Party losging. Es dauerte Stunden, bis wieder Ruhe auf dem Camping eingekehrt ist.
8. Juni 2008
Heute verlassen wir Furatudo und seinen tollen Campingplatz und fahren durch kleine Doerfer nach Praia de Mira. Dieser Ort ist sehr touristisch, hat abereinen herrlich schoenen Strand. Der Camping liegt nicht weit vom Strand. Weite Sandduenen tuermen sich entlang des Antlantiks. Die Landschaft ist einfach toll!
86 km geradelt....
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Juni 2008
Heute haben wir einen Ausflug nach Mira gemacht. Eingekauft, gechillt, gegessen, gebadet...
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Juni 2008
Heute ist Nationalfeiertag in Portugal. Es scheint, als ob die ganze Nation unterwegs ist. Ueberall Menschen die Ausfluege machen, Fahrradfahren, Angeln, Baden und vorallem Picknick machen.
Wir haben uns an den Strand gelegt und unsre Haut grillen lassen...
11. Juni 2008
Wir verlassen Praia de Mira und fahren auf endlos erscheinenden Strassen durch Pinienwaelder.
Auf einer verkehrsarmen Kuestenstrasse radeln wir am Cap Mondego vorbei nach Figuera da Foz.
Die Aussicht war einfach herrlich. Das Wetter heute war so richtig heiss!
Total ausgepowert kommen wir dann am Campismo Municipal in Figuera an.
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Juni 2008
In Figuera da Foz bleiben wir noch und schauen uns ein Fahrradrennen an, dass zufaellig heute stattfand. Nachmittags sind wir noch an den Strand und haben uns im noch kalten Atlantik abgekuehlt.
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Juni 2008
Frueh morgens haben wir unsere Sachen gepackt, um der grossen Mittagshitze zu entgehen.
Auf einer Schnellstrasse geht es nach Sueden. Wir fahren irgendwann von dieser schrecklichen Schnellstrasse ab und kommen auf sehr hoppeligen Strassen quer durch Pininenwaelder in Praia da Vieira an. Der Camping dort war aber so haesslich, dass wir trotz Erschoepfung noch weiter nach Sao Pedro de Muel gefahren sind. Und wie wir es nach so einem anstrengenden Tag auch nicht anders verdient haetten, kam direkt an der Kuestenstrasse ein schoener schattiger und guenstiger Campingplatz :-)
80 km durch trockene Landschaften gefahren...
14. Juni 2008
Der Camping und die Kueste in Sao Pedro de Muel hat es uns so angetan, dass wir dort gleich mal vier Naechte gebucht haben. Es war kaum Betrieb dort und herrlich ruhig.
15. Juni 2008
Heute sind wir nach Marinha Grande geradelt und haben unser Essensvorrat aufgefuellt. Am naechsten Tag hat es, was fuer ein Wunder, geregnet!
17. Juni 2008
Wir haben unsre Fahrraeder beladen und wollten schon an der Rezeption mit Kreditkarte bezahlen, aber ausgerechnet heute war das Lesegeraet kaputt. Was fuer ein Pech. Im Ort gab es keine Bank. Wir hatten aber noch ein paar verquetschte Euros, die nicht gereicht haben. Die Dame dort war aber so freundlich und hat uns den Rest erlassen....schon wieder Glueck gehabt! :-)
Wir sind dann nach Marinha Grande geradelt. Unser Zug fuhr um 12.17 Uhr. Eine kleine Strecke haben wir uns mal auf den faulen Hintern gesetzt. Wir kamen in Mira Sintra am Bahnhof an und sind von dort auf einer schrecklich stark befahrenen Strasse Richtung Lisboa gefahren. Zum Glueck haben wir die ueberlebt. Jetzt mussten wir nur noch den tollen Camping in der Hauptstadt finden. Die Hitze, der Laerm aber vorallem diese schlimmen Schnellstrassen raubten uns die letzten Nerven und wir schworen uns, nie wieder mit dem Fahrrad in eine so grosse Stadt zu fahren. Es gibt so gut wie keine Radwege! Nach Stunden haben wir endlich den einzigen Camping dort, direkt an einer Autobahn, gefunden! Juhe!
18. Juni 2008
Nun da wir endlich die Hauptstadt Portugals erreicht haben war Sightseeing angesagt. Wir haben uns in die Busse, Metros und Strassenbahnen gesetzt und kleine Gassen usw. angeschaut.
19. Juni 2008
Heute haben wir uns die Altstadt Lisboas angeschaut. So viele verwinkelte Gassen! Da verlaueft man sich schnelll...
Abends haben wir uns eine schoene Snackbar ausgesucht und uns gespannt dem Fussballspiel gewidmet. War das ein interessantes Spiel, Portugal-Deutschland. :-)
20. Juni 2008
Wieder einmal ein heisser Tag. Wir hatten schon genug von dieser Stadt gesehen und sind nachmittags noch zum Shoppen in die Einkaufszentren.
21. Juni 2008
Heute morgen verlassen wir Lisboa wieder und sind an den Hafen gefahren. Unser Schiff nach Montijo ist um 12.00 Uhr gefahren. Am anderen Ufer angekommen radeln wir weiter gen Sueden. Wir kommen nachmittags in Setubal an und gehen wieder auf eine Faehre die uns dann nach Troia brachte. Ab dort fuhren wir eine traumhaft schoene Strecke durch einsame Gegenden, auf endlos langen, verkehrsarmen Strassen nach Sueden der Sonne entgegen. Die Kilometer rollten nur so dahin, die Zeit verflog so schnell. Bis uns der Hunger und die Muedigkeit die Kraefte raubten, da machten wir uns Gedanken ueber unseren naechsten Schlafplatz. Keine Doerfer, keine Menschen, kein Camping in Sicht, nur Sand und Pinien weit und breit. Es fing schon an zu daemmern, als endlich ein Schild "campismo" zu sehen war. Was fuer eine Freude! Aber die Freude verflogt, als wir auf einer 4 kilometerlangen Sandpiste dem Meer entgegen schlittern. .... total kaputt.. nach exakt 100 Kilometern... kommen wir am Camping an. Und wie schoen dieser wirklich war, stellte sich am naechsten Morgen fest, denn es war ja schon dunkel....
22./23. juni 2008
Am naechsten Tag sahen wir direkt von unserem Campingplatz aufs Meer- ein gigantischer Ausblick, 10 Minuten zu Fuss ueber Sand/ Ockerfarbige Felsen bis an den gigantischen Sandstrand hinab... nur verienzelt Menschen am Strand und tolles Atlantikwasser zum Baden! Unser neuer Lieblingscamping und Strand.
Hier verweilten wir fuer drei Naechte und genossen Ruhe, Meer und Sonne. Der Campingplatz ist fast ausschliesslich von Jugendlichen, jungen Familien und jede Menge Paaren besucht. Ich empfehle keinem UNGLUECKLICHEN Single hier hin zu gehen... ausser er will sich sowieso ne Klippe runterstuerzen. Auf jeden Fall eine schoene Kulisse dafuer. Fuer die GLUECKLICHEN Singles ist der Camping durchweg zu empfehlen. Diese werden durch eventuelle Streitereien der Paerchen in Ihrem Singledasein bestaetigt. So viel dazu. Falls jemand wissen will wo der Camping genau ist. Fragt uns!
24. Juni 2008
Wir fahren weg von diesem schoenen Platz oder besser gesagt laufen die Sandpiste dann nach Steffis Sturz auf derselbigen. Der Helm hat ne Delle, doch der Kopf blieb heil. Schon wieder Glueck gehabt! Unsere Fahrt geht wieder weiter auf der Strasse immer in Richtung Sueden. Wir haben einen Abstecher ins Landesinnere nach Santiago do Cacem gemacht. Ab dort ging es durch wunderschoene Landschaften wieder runter an die Kueste. Am Abend haben wir einen Camping in Porto Covo erreicht....haesslich, schrekclich, teuer...
25. Juni 2008
Nach dem Fruestueck haben wir auf dem Camping jemanden mit Zelt und Fahrrad entdeckt. Eine Schweizerin, die auch in den Genuss kommt, Portugal zu beradeln. Sie hat sich ueber den Zunstand der portugiesischen Strassen beschwert und uns Iran waermstens empfohlen ( die Strassen dort seien viel besser!!), denn sie ist schon mit dem Fahrrad von der Schweiz nach Indien gefahren. Einem Fahrrad aus dem Aldi, der erste Platten im Iran!
Wir haben unsre Nummer ausgetauscht. Denn vielleicht treffen wir uns in Marokko wieder! Ihre Reise soll nach Suedafrika fuehren. Ach genau, in die Karibik auch noch. Echt ne tolle Frau!
Als wir nach einigen Kilometern in Almograve angekommen sind legen wir eine kleine Siesta ein, die Sonne brannte! Da taucht tatsaechlich wieder unsre Schweizerin auf. Ja, vielleicht sehen wir uns dann an der Algarve wieder!? :-)
Unser Weg geht weiter, wieder ins Landesinnere, ueber Berge und durch Taeler. Durch Odermira durch mitten in die Pampa- ein toller Schlafplatz mitten im Eukalyptuswald.
26. Juni 2008
Die Sonne brennt schon morgens um 9 Uhr. Wir wollen keine Zeit verlieren und radeln die Berge hinauf der Serra de Monchique entgegen. Eine tolle Aussicht bietet sich uns.
In Santa Clara a Velha angekommen - suesser Ort mit oeffentlichen Duschen- chillen wir ein bisschen und ueberlegen wo wir die naechste Nacht verbringen. Da kommt so ein netter Herr angefahren (mit offenem Jeep): Lange verfilzte Haare, Cowboystiefel, Batik-Schlabberhose, halb offenes Hemd, dunkle Sonnenbrille und Mitte fuenfzig - ein Freak eben. Den hab ich dannn gleich gefragt, nach kurzem Zoegern. Ob er wisse wo man hier schlafen kann und er sagt: "Yeah, you can sleep on my farm."
Noch ein Abstecher mit irrsinnigem Anstieg an den Stausee von Santa Clara. Eine Israeli und eine Franzoesin mit Esel, Pferd und Karrren getroffen. Diese ziehen so durchs Land und wollen hier schlafen. Waehrend wir baden kommt die Polizei und labert die zwei erfolglos zu - wollten nur flirten (die G.N.R.).
Wir fahren weiter nach Nave Redonda, auf die Farm des Englaenders. Werden zum Essen eingeladen, mit English-tea und Barbecue begruesst. Ein langer Abend mit viel Essen, Spass und wenig Bier folgt. Eine noch laengere Nacht schliesst sich an.
27. Juni 2008
Der naechste Morgen: Sengende Hitze, baden und plantschen im hauseigenen kleinen See und chilln.
Am Nachmittag machen wir uns auf die Suche nach Christian (meinem Bekannten). Wir finden ihn nach einigem Fragen und Suchen in einem Seitental. Nur erreichbar ueber 3 km Schotterpisten. Er wohnt traumhaft, ruhig und abgelegen.
Wir beziehen unser Quartier - extra eine Ferienwohnung fuer uns, duschen, trinken Tee und labern bis in die spaete Nacht.
28., 29., 30. Juni 2008
Waesche waschen, abwarten, labern und Tee trinken...und die Stille geniessen!
Einen Abstecher mit dem Auto nach Silves zum Einkaufen. Badevergnuegen in einem veralgten See. Fussballspiel in Nave Redonda angeschaut. Ansonsten nur gegessen, gelabert und geschlafen...einfach gechillt ;-)
1. Juli 2008
Um 5 Uhr aufgestanden haben wir gefruehstueckt und sind bei Sonnenaufgang mit den Fahrraedern die Serra de Monchique hinauf. Nach einigen Stunden sind wir in Monchique angekommen. Nach kurzem Aufenthalt ging es in rasantem Tempo die Serra wieder hinunter an die Kueste der Algarve. Portimao erwies sich als Touristenstadt, wie es fuer die Algarve ueblich ist.
2. Juli 2008
Um dem Tourismus an der Algarve wieder zu entfliehen sind wir gleich am naechsten Tag losgefahren Richtung Serra Monchique. Es ging fahrstuhlartig die Berge hinauf. Oben angekommen hatten wir eine grandiose Aussicht auf die Kueste. Unser heutiges Ziel war Marmelete. Abends sind wir dort angekommen und haben einen super schoenen Schlafplatz in einem Zitrusgarten eines verlassenen Grundstuecks gefunden.
3. Juli 2008
Auf der Serra de Monchique sind wir wieder zurueck zu unsrem Quartier im Vale do Porco bei Dominiks Bekanntem.
Von 4.-6. Juli 2008 blieben wir noch im Vale do Porco.
7.Juli 2008
Am fruehen Morgen geht es nach Sao Marcos da Serra zum Bahnhof. Eigentlich wollten wir ja mit dem Zug bis Loule, aber das Schicksal wollte es eben anders.... Steffi bekam ploetzlich das grosse Kotzen.... Naja dann sind wir am Nachmittag doch noch mit dem Fahrrad weiter gefahren. Wir kamen heute bis nach Paderne. Dort haben wir etwas ausserhalb in einem "Stachelgarten" uebernachtet.
8. Juli 2008
Unsere Route fuehrte uns weiter ueber Berge und Taeler nach Loule. Von dort noch am selben Tag bis zum "potugiesischen Venedig" Tavira. Mit einem Boot sind wir auf die Insel vor Tavira und haben unser Quartier auf dem Camping eingerichtet.
9. Juli 2008
Tavira ist fuer Algarve-Verhaeltnisse noch sehr angenehm was den Tourismus betrifft. Wir haben einen gemuetlichen Tag in der Stadt verbracht.
10. Juli 2008
Den Strand auf dieser Insel haben wir natuerlich auch besucht. Dieser ist aber nicht gerade einladend zum Baden. Leider wird das Abwasser dort einfach ins Meer gelassen. Dementsprechend veralgt und schmutzig war auch das Wasser dort: Der Sand ist aber traumhaft schoen, wenn man den Muell in den Duenen im Hintergrund mal uebersieht...
11. Juli 2008
Von Tavira radeln wir weiter der spanischen Grenze entgegen. Wir kommen in der Grenzstadt Monte Gordo an.
Spanien
12. Juli 2008
Heute verlassen wir Portugal mit dem Schiff und kommen schon morgens in Ayamonte in Spanien an. Unsere Vorfreude auf ein neues Land verflog aber schnell wieder als wir vestellen mussten, es ist einfach schrecklich mit dem Fahrrad in Spanien zu fahren, zumindest was den suedwestlichen Teil betrifft. Die vorhandenen Radwege waren zum Teil richtige Sandpisten und die Strassen total ueberfuellt. Einfach schreklich... vielleicht haben wir auch etwas falsch gemacht?!
Nach einer langen kraefte- und nervenzehrenden Tour kamen wir, welch eine Freude :-) an einem Carrefour vorbei. Dort wurde erstmal 1 1/2 Stunden eingekauft.... Danach haben wir uns ueberwunden, die schreckliche Fahrt fortzusetzen und sind abends in Huelva angekommen. Was fuer ein Glueck dass es ab dort Zuege gibt! Wir haben uns gleich mal Tickets gekauft. Nachts noch unter einer Bruecke gepennt und am naechsten Tag frueh aufgestanden.
13. Juli 2008
Unser Zug fuhr 7 Uhr morgens. In Sevilla mussten wir umsteigen; von dort ging es in einem voellig ueberfuellten Zug nach San Fernando bei Cadiz. Wir radelten auf einer Autobahn nach Chiclana zum Camping. Sind wir froh, wenn wir wieder aus diesem Land weg sind.... Portugal verwoehnt!
14. Juli 2008
Unsere Tour ging Richtung Tarifa. Leider gibt es dorthin keine Zugstrecke. So mussten wir den Rest noch mit dem Drahtesel zuruecklegen. Heute kamen wir bis nach Barbate. Ein brutal fieser Gegenwind vermieste unsere Laune noch mehr. Wir haben uns einfach ausserhalb an den menschenleeren Strand gelegt und dort geschlafen.
15. Juli 2008
Ein weiterer anstrengender Tag mit fiesem Gegenwind folgte und wir kaempften uns bis kurz vor Tavira auf einen von vielen total ueberteuerten Campings vor.Touris ueberall weit und breit. Noch eine Nacht Spanien; Marokkko ruft...
Marokko
16. Juli 2008
Endlich am Hafen in Tarifa angekommen :-) Unser Schiff fuhr mittags, " Ciao Espana" , " Bonjour Marocco". Was fuer ein Land!
Unsere erste Strecke durch Marokko fuehrte durch die Medina von Tanger. Viele Menschen und Autos quetschen sich durch die engen Gassen. Eine spannende Fahrt bis zum Camping!! Endlich angekommen mussten wir das Erlebte erst einmal verarbeiten...
17. -20. Juli 2008
Wir bummeln durch die Medina und begegnen vielen Menschen; Haendlern, Bettlern, freundlichen, hilfsbreiten Leuten, frechen Jungs... Jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken!! So viele verschiedene Gerueche! Gewuerze, frisch Gebackenes, Minze... Ueberwaeltigende Eindruecke!!
Am Sonntag den 20. Juli haben wir uns zum Bahnhof aufgemacht und hatten das Glueck mit einem guenstigen fruehen Bus nach Fes zu fahren.
20. - 25. Juli 2008
In Fes angekommen brennt die Sonne gnadenlos! Die Hitze ist fast unertraeglich. Wir schlengeln uns durch das Verkehrsgewirr und kommen nach einigem mal Fragen am Camping an.
Die naechsten Tage haben wir die Medina und die Neustadt von Fes erkundet.
Wir begegnen vielen Menschen; ein Marokkaner in unserem Alter lud uns zum Tee in seinem Keramikladen ein. Ein ander mal werden wir wieder zum Tee eingeladen, diesesmal von Nomaden der Sahara, die uns eine Wuestentour verkaufen wollten. Wir lehnen aber dankend ab.
Der 22. Juli war so heiss, dass wir bei 40°C im Schatten ein "kuehles" Plaetzchen auf dem Camping suchten und einfach gechillt haben ( oder besser gesagt uns gegrillt ?! ;-) )
29. Juli 2008
Unsere Reise geht weiter Richtung Sueden. Wir haben unser Noetigstes gepackt und die Fahrraeder und Zelt auf dem Camping in Fes gelassen. Am Busbahnhof in Fes angekommen bekamen wir noch einen guenstigen (und klapprigen) Bus nach Azrou. Die kleine Stadt liegt auf ueber 1000m umgeben von Bergen und Zedernwaelder.
30. Juli 2008
Ein netter Marokkaner der uns am Vorabend zum Tee eingeladen hatte fuehrte uns voller Elan auf die Berge von Azrou hinauf. Herrliche Ausblicke und wunderschoene Landschaft!! Nach vier Stunden wandern kommen wir wieder in der Jugendherberge an. Abends bummeln wir durch die gemuetliche Stadtmitte.
31. Juli 2008
Morgens um acht verlassen wir wieder das schoene Staedtchen und fahren mit dem Bus nach Marrakech. Erschoepft von der langen Fahrt suchen wir eines der vielen Hotels in der Medina auf ( einmal Luxus muss auch mal sein ;-) ----> ca.15 Euro fuer 2 Personen)....
1. August 2008
Marrakech wartet auf uns! Mit Digicam und Geld bewaffnet gehen wir los in die Medina der bekanntesten Stadt Marokkos. Touristen weit und breit!! Auf dem Platz berühmten Platz sind Händler, Gaukler, Bettler und viele andere Menschen unterwegs. Auch die Henna-frauen warten auf ihre Kundinnen. Eine von ihnen spricht uns an und versucht sehr aufdringlich ein Henna an Steffi zu bringen. Wir haben aber beide kein Interesse, was sie aber nicht daran hindern soll, einfach Steffi´s Hand zu nehmen und sie mit Henna zu "bekritzeln". Wir machen ihr immer noch klar, dass wir kein Interesse daran haben, egal es wird weiter gemalt.... Nach fünf Minuten ist sie fertig und meint " Ok, give me what you want". Klar dass sie damit nicht meint was sie sagt. Wir holen unser Kleingeld raus ( ca. 2 Dirham- 18 Cent) und sagen dass wir das nicht wollten aber sie soll 2 Dirham bekommen, dass sie ihre unverschämte ...... hält. Als sie aber das Kleingeld sieht wird sie richtig giftig und meint auf englisch wir sollten ihr 100 Dirham geben, "andere Touris zahlen ihr ja auch 200".... Die Diskussion artet in ein Streitgespräch aus. Sie droht mit der Polizei, wir freuen uns und sagen holen wir die Polizei. Letztendlich hat Steffi das Kleingeld genommen und der Henna-t.... in die Hand gedrückt. Diese hat sich daraufhin auf arabisch "ganz nett" bei uns verabschiedet ;-) .... was für eine aufdringliche und fiese Abzockerin!
Der Tag geht langsam zu Ende, es dämmert schon. Wir bummeln durch die Altstadt und die Souvernierläden und denken, so etwas wie mit dem Henna wird uns jetzt aber nicht nocheinmal passieren. Da haben wir uns aber geirrt. Als wir in einem Geschäft die Zeit vergessen haben gehen wir irgendwann wieder hinaus und stellen fest, dass die meisten Läden schon zu haben. Es ist schon dunkel geworden. Okay, dann gehn wir wieder zum Hotel. Nach kurzer Zeit schon steht der erste Junge da und will uns den Weg aus der Altstadt zeigen. Wir lehenen ab und schlagen eine andere Richtung ein. Leider steht schon der nächste da. Also gehen wir weiter und ignorien ihn. Ein weiterer Marokkaner kommt auf uns zu und sagt auf englisch " Kommt hier entlang, da hinten ist alles zu. Ihr müsst aufpassen." Wir "rennen" ihm hinterher. Als er nach fünf Minuten anhält uns meint "Ok, hier kommt ihr dann raus. Pay me!" Wir denken 5 Dirham sind angemessen. Als auch er das Kleingeld sieht wird er aggressiv und beharrt darauf, dass wir ihm umgerechtnet mindestens 5 Euro geben! Wir bleiben hart. Auch diesesmal endet es in einem Streitgespräch. Der Mann wird aber handgreiflich und wird zum Glück von einem Junge zurückgehalten. Die Menschen um uns starren schon ganz gespannt. Wir versuchen ihn abzuwimmeln, aber er läuft mit " Pay me, thank you! Pay me.......!" Wir drücken ihm das Geld in die Hand und sagen wir haben nichts mehr. Irgendwann gibt er auf und meint er wäre ein "echter marokkanischer Gentleman", wir seinen "rassistische Deutsche". Vielen Dank! Auf Wiedersehen! ;-) Was für ein A.....
2. August 2008
Nach diesen tollen Erlebnissen in Marrakech haben wir von dieser Touri- Stadt schon genug und beschließen mit dem Bus weiter zu fahren. Mit dem Taxi sind wir zum Busbahnhof und haben ein Ticket nach Zagora gebucht. Im Bus haben wir zwei deutsche Urlauberinnen getrofenn, die nach Hmamid in die Wüste wollen. Wir überlegen und haben entschieden auch bis zur Endstation nach Hamamid zu fahren. Der Bus kam abends um 12 Uhr an. Dort ausgestiegen hat man uns schon erwartet. Eine Schar von über zehn Wüstenbewohnern, vorallem Jungs, versuchtet uns für irgendein Hotel zu gewinnen. Nach 15 Minuten haben wir vier uns endlich entschieden und haben pro Person ungefähr 1 Euro pro Nacht bezahlt. Zur begrüßung gab es wieder Tee, dazu frische Melone.
3. August 2008
Natürlich wurde von uns erwartet, mit der Übernachtung gleich eine Kameltour zu buchen. Zusammen haben wir uns im Ort und anhand der Reiseführer erkundigt und bei einem Anbieter angeboten bekommen. Der Preis war natürlich ersteinmal verhandlungssache! :-) Letztendlich waren alle zufrieden. Am Abend ging es schon los. Unsere Reittiere, vier Dromedare, standen schon bereit. Unser Führer Assis, ging vorraus. Wir ritten gemütlich durch den Sand und kamen irgendwann mitten in der Wüste an einem Lager an, das unser Schlafplatz für die kommende Nacht war. Es gab leckeres vegetarisches Essen bei Kerzenschein. Danach wurde zusammen Musik gemacht, bis wir irgendwann müde und einfach nur noch glücklich eingeschalfen sind...
4. August 2008
Wir erwachen zum Sonnenaufgang. Es gab schon bald Frühstück. Danach ging es weiter mit den niedlichen Tieren. Nach ca 2 Stunden kommen wir bei einem Geländewagen an und begrüßen unseren nächsten Führer Brahim. Er soll uns den weiteren Tag mit dem Auto durch die Wüste fahren. Nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass er ein lustiger, immer zu Späßen bereiter Mensch ist und die nächsten Stunden werden für uns sehr amüsant. Wir kommen an einer Oase an und verbringen dort die nächsten Stunden bis zum Abend. Als die Mittagshitze vorbei ist fahren wir weiter. Endlich kommen wir an: die Düne "Chegaga"!! Wir wollen sofort auf die Spitze wandern, die Nomaden erklären uns aber, dass es noch zu heiss ist. Nach einer kurzen Stärkung mit "Whisky Berbere" machen wir uns auf den Weg. Oben angekommen sind wir überwältig! Sand wohin man nur blickt. DIe Sonne geht gerade unter. Ein traumhafter Moment! Nach Stunden kehren wir wieder zuürck und genießen das Abendessen. Schon bald sind wir schlafen gegangen, die Hitze war anstrengend...
5. August 2008
Morgens gab es noch einmal Frühstück aber schon bald haben wir alles gepackt und sind mit dem Auto los. Eine lustige Fahrt mit marokkanischer Musik, nach ca zwei Stunden kamen wir aber auch schon wieder in Hmamid an. Müde und chao haben wir uns noch bei unseren Netten Leitern und Gastgebern bedankt und haben uns mit einem Sammeltaxi nach Zagora aufgemacht. Nach einer anstrengend und heissen Fahrt kamen wir endlich an. Dort verabschiedeten wir uns von den zwei Deutschen und haben auf einem Camping übernachtet.
6. August 2008
Früh morgens sind wir mit dem Bus nach Ouarzazate gefahren. Dort mussten wir umsteigen, um nach Tinehir, unser nächstes Reiseziel, zu kommen. Mittags sind wir in der Stadt angekommen. Gleich wurden wir von einem Marokkaner angesprochen, der uns ein Hotel in der Todra-schlucht und eine Taxifahrt dorthin anbot. Wir überlegten kurz und dachten, der kommt uns eigentlich gerade richtig und haben ihm zugesagt. Nach einer halben Stunden kamen wir am Eingang der Schlucht an. Diesesmal hatten wir mit der Unterkunft auch wieder Glück.
7. August 2008
Wir geniessen noch die wenigen Stunden, die wir in dieser schönen Schlucht verbringen können. Denn schon bald müssen wir uns wieder Richtung Fes aufmachen. In Tinerhir am Busbahnhof bekommen wir ein Ticket für einen Dirketbus über Nacht nach Fes.
8. August 2008
Morgens um vier kamen wir dann in Fes an. Wir haben uns erst einmal auf dem Camping ausgeruht. Unser Gepäck und unsere Fahrräder waren zum Glück noch da! Juhu! :-)
9. August 2008
Noch ein letztes Mal sind wir durch die Medina von Fes gebummelt, haben noch einen großen Einkauf gemacht und abends schon unsere Sachen gepackt.
10. August 2008
Leider waren schon alle Busse von vormittags nach Tanger ausgebucht, sodass wir einige Stunden warten mussten. Zum Glück bekamen wir noch einen Platz um 15 Uhr. Die Fahrt ging wieder Richtung Norden, ein kleines Stückchen näher zur Heimat ;-)
11. August 2008
Stadtbummel durch Tanger....
12. August 2008
Dominik hat Geburtstag!! Nach einem leckeren Frühstück machen wir uns auf Richtung Stadtmitte. Wir bummeln durch die Medina, essen etwas Gutes und gehen an den Stadtstrand.
13. August 2008
Stadtbummel in Tanger...
14. August 2008
Wir machen einen Ausflug mit dem Bus nach Chefchauen. Dort angekommen bummeln wir durch die schönen Gässchen der Altstadt.
15. August 2008
Bummel durch Chefchauen bis nachmittags. Heute sind wir dann schon wieder nach Tanger zurück gefahren; unsere Schiffsüberfahrt rückt immer näher!!
16./17. August 2008
Noch ein letztes mal bummeln wir durch die Medina und ville nouvelle von Tanger.
18. August 2008
Bevor wir uns zum Hafen aufmachen gehen wir noch ein letztes mal in das "Enslemble Artisanal" und kaufen Decken, Tücher und anderes marokkanisches Kunsthandwerk ein.
Mit Fahrrädern und Gepäck, voll beladen, fahren wir zum Hafen. Unser Schiff steht schon da!! Wir sind schon aufgeregt. Um neun Uhr stellen wir uns an und sind nach ewigen Papierkram endlich auf dem Schiff. Zu unserem Glück haben wir dort einen deutschen Surfer getroffen, der uns nebenbei erzählt hat, dass das Essen an Bord all inclusive ist. Schnell machen wir uns auf zum Restaurant. :-)
19. August 2008
Nach einem spärlichen Frühstück bleiben wir die meiste Zeit auf dem Deck und genießen die Aussicht auf das weite Meer und die spanische Küste. Später stellen wir uns in die Warteschlange zum Mittagessen an. Nach 1 1/2 Stunden ist das Buffet endlich eröffnet. Die Passagiere ( zu über 90% ausgewanderte Marokkaner) drängen immer weiter nach vorne. Der Speisesaal verwandelt sich immer mehr in ein Schlachtfeld: Essen wird auf den Tellern und Tischen gelassen, Kinder weinen und schreien, einige Personen versuchen sich vorzudrängeln. Andere beschweren sich über das Essen. Die Situation verschärft sich, als Security-Kräfte die teilweise schon aggressiven Passagiere zurückhalten müssen, damit das Buffet und die Küche nicht gestürmt werden. Am späten Nachmittag waren wir dann endlich auch mal satt bzw. hatten es satt ( vom Mittagessen und den anstrengenden Leuten auf dem Schiff...). Abends bot sich das Gleiche wie beim Mittagsessen an....( zum Glück steigen wir in Barcelona schon aus...)
Spanien- Frankreich
20. August 2008
Um 6 Uhr morgens wurden wir von einer Lautsprecherdurchsage mit der Info geweckt, dass wir zwei Stunden von der Küste Barcelonas weg befanden und das Frühstück noch eingenommen werden kann. Schnell sind wir wach und eilen zum Speisesaal ;-) (.. es könnte ja sonst nichts mehr geben...) Danach haben wir unsere Sachen gepackt. Das Schiff kam um acht Uhr am Hafen an. Eine kurze Kontrolle am Zoll und wir waren schon wieder auf europäischem Festland. Wir haben schnell den Bahnhof gefunden und ein Ticket nach Cerbere gebucht. Wir wollten lieber gleich nach Frankreich... Dort kamen wir nachmittags an und haben einen schönen Camping direkt am Meer gefunden.
21. August 2008
Ein letztes mal vor der Heimreise gehen wir ins Meer und geniessen das schöne Wetter. Auch ein leckeres original! französisches Frühstück darf natürlich nicht fehlen...;-) Denn morgen heißt es Abschied nehmen.
Deutschland
22./23. August 2008
Mit Gepäck und Fahhrädern haben wir uns gegen Abend wieder zum Bahnhof aufgemacht. Unser Nachtzug wartet schon. Um 20 Uhr sind wir abgefahren. Eine angenehme und bequeme Fahrt bis nach Strasbourg und wir kamen Samstagmorgen an. Eine letzte Zugfahrt und wir kamen nach drei Monaten wieder am Bahnhof in Villingen an, wo unsere lange Abenteuerreise startete.
Es war kalt!! Wie konnte es auch anders sein ;-)
Viele Gruesse,
Dominik und Steffi